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Reise nach Warschau

Es ist uns nicht erlaubt, diese Zeit zu verschlafen

Vom 18.-20. Januar war eine Delegation des Ev. Johannesstifts aus Berlin in Warschau.

  • Pfarrer Martin von Essen, Stiftsvorsteher;
  • Diakonin Jutta Böhnemann-Hierse, Älteste der Schwestern- und Brüderschaft des Ev. Johannesstifts und
  • Diakon Ingo Moy, Direktor des Diakonischen Bildungszentrums.

Ziel des Besuches war es, die Arbeit der Diakonie in Polen näher kennen zu lernen und die Zusammenarbeit beider Organisationen zu erörtern.
Ein Besuch fand in diesem Rahmen in der diakonischen Einrichtung „Tabita" in Konstancin-Jeziorna statt. Die deutschen Gäste wurden von der Generaldirektorin der Diakonie, Frau Wanda Falk betreut.

Auszüge aus einem Interview der Öffentlichkeitsreferentin der Diakonie der Ev. luth. Kirche Augsburgischen Bekenntnisses in Polen:

Was war das Ziel Ihres Besuches in Polen? Haben Sie Ihr vorgesehenes Ziel erreicht?

Pfarrer Martin von Essen: Unser Besuch hat seinen im Rahmen der Partnerschaft zwischen der Diakonie der polnischen Kirche und der Schwestern- und Brüderschaft des Ev. Johannesstifts. Die diakonische Arbeit,die wir hier gesehen haben, hat uns beeindruckt. Wir haben viele gemeinsame Punkte z. B die uns verbindende Mutterhaus-Tradition. Ich denke, wir haben unser Ziel erreicht. Es ging uns ja vornehmlich darum, die diakonische Arbeit in Polen kennen zu lernen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit unserer beider Organisationen auszuloten.

Die Delegation in WarschauWorauf wird besonders bei den Kontakten wert gelegt? Was kann man gemeinsam tun?
Pfarrer Martin Essen: Es gibt mehrere Gebiete, in denen wir gemeinsam arbeiten könnten. Eines davon ist mit Sicherheit die Sozialarbeit, ebenso der Austausch von Studenten im Bereich dieser Arbeit. Andere Bereiche der Zusammenarbeit wären der Bereich Jugendarbeit, Arbeit mit behinderten Menschen und Arbeit mit Senioren.

Diakon Ingo Moy: Perspektivisch halte ich den Austausch von Studenten für Sozialarbeit für möglich. Nach unserer Unterredung mit Pfarrer Prof. Milerski sieht es recht positiv aus. Ich denke, dass dieses ein sehr zukunftsträchtiges Projekt im Rahmen der Europäischen Union werden kann.

Diakonin Jutta Böhnemann-Hierse: Seit 10 Jahren besteht unsere Partnerschaft zwischen der Schwestern- und Brüderschaft und der Diakonie Ihrer Kirche. In Deutschland wird eine Trennung von Diakonie und Kirche gelebt. Wir sind immer wieder neugierig, die Entwicklung in Polen zu beobachten, wo Diakonie eher Teil der Kirche war und ist. Wir müssen in Deutschland die Menschen mehr auf den Bereich der Diakonie hinweisen. In Polen geschehen viele Dinge völlig anders.

 

Gibt es schon irgendwelche gemeinsamen Angebote?

Diakonin Jutta Böhnemann-Hierse: Im April dieses Jahres wird es mit Sicherheit ein gemeinsames Seminar der Teilnehmer der deutsch-polnischen Arbeitsgruppen zum Thema „Vaterunser in der Diakonie" geben.

Pfarrer Martin von Essen: Wir müssen gemeinsam überlegen, was wir wollen und was wir gemeinsam realisieren können im Rahmen der EU. Vor allem ist es nicht erlaubt, diese Zeit und Möglichkeiten zu verschlafen, die sie mit sich bringt. Ich denke, dass wir dieses beachten sollten.

Danuta Lukas
Warschau

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