Inhalt
frei und mutig - Die diakonische Gemeinschaft auf Zukunft orientiert
frei und mutig
Die Diakonische Gemeinschaft: Auf Zukunft orientiert
(Rückäußerungen aus der Gemeinschaft)
DIE DIAKONISCHE GEMEINSCHAFT UND IHRE MITGLIEDER
Positionen
...im Blick auf unsere Gemeinschaft:
Unser Glaube an Jesus Christus verbindet uns zentral. Auf der Grundlage der Heiligen Schrift sind wir diakonisch tätig.
Wir sind durch sie, den Gottesdienst, das Abendmahl, das Gebet, die Fürbitte und im Bemühen um den diakonischen Auftrag untereinander persönlich verbunden und sind bereit, aufeinander zu achten, einander zu helfen und sich helfen zu lassen, sich fortzubilden und Erfahrungen auszutauschen.
Unser Glaube verbindet uns auch mit unserer Partnergemeinschaft, der Comunhão Diaconal der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien und mit der Diakonie der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen. Mit ihnen leben wir ökumenische Gemeinschaft und erleben - hin und wieder - die Einheit des weltweiten „Leib Christi".
... im Blick auf den VEDD:
Dieses solidarische Miteinander auch innerhalb des VEDD zu leben, wünschen wir uns.
DIE DIAKONISCHE GEMEINSCHAFT UND IHRE GRUNDLAGEN
Positionen
... im Blick auf unsere Gemeinschaft:
Wir nehmen teil am diakonischen Auftrag der Kirche, wie er sich aus dem Alten und Neuen Testament herleitet. Wir treten im ökumenischen Geist für das Ziel einer gerechten Weltordnung ein. Die Mitglieder der Schwestern- und Brüderschaft bezeugen in der Welt die rettende Gegenwart Gottes in Jesus Christus:
Zentraler Ort gegenseitiger Vergewisserung ist der jährliche Schwestern- und Brüdertag mit seinen Gottesdiensten, der thematischen Arbeit und der Mitgliederversammlung.
Diese Gemeinschaftserfahrung ergänzt unverzichtbar die intensive Erfahrung von Gemeinschaft in 16 Regionalkon-venten.
Verbunden wird beides auch durch die Beratungen des demokratisch gewähl-ten Leitungskonvents/Vorstands und seiner Ausschüsse.
Die Gemeinschaft ist offen für Mitarbei-tende in Kirche und Diakonie.
... im Blick auf den VEDD:
VEDD ist Dienstleister für die Mitglieds-gemeinschaften mit dem Schwerpunkt der Vertretung kirchen-, diakonie- und berufspolitischer Interessen für Diako-ninnen, Diakone und Mitarbeitende im Diakonat.
DIE DIAKONISCHE GEMEINSCHAFT UND IHRE GRUNDLAGEN (Wirtschaftliche Verhältnisse und Finanzen)
Positionen
... im Blick auf unsere Gemeinschaft:
Die Mitglieder zahlen einen Beitrag i. H. v. mindestens 1,5% des Nettogehalts. Neben Spenden z. B. der Witwen u. a. erhalten wir einen Zuschuss des Evangelischen Johannesstifts.
Wir unterstützen unsere Partnergemeinschaft in Brasilien regelmäßig bei der Finanzierung einer hauptberuflichen Koordinatorin.
Die Kasse der Gemeinschaft wird von einem ehrenamtlichen Schatzmeister geführt, die Buchhal-tungsarbeiten sind Aufgabe der Verwaltungskraft, ein Ältester / eine Älteste verantwortet den Bereich gegenüber dem Leitungskonvent und der Mitgliederversammlung. Diese hat KassenprüferInnen gewählt, die die Jahresrechnung jeweils nach ihrer Erstellung prüfen. Finanzausschuss, Leitungskonvent und Mitgliederverwaltung setzen sich damit und dem Haushaltsplan auseinander und beschließen beide. Der Zeitplan ist so gestaltet, dass die Regionalkonvente Gelegenheit haben sich mit den Finanzen auseinanderzusetzen und Einfluss zu nehmen.
Wir haben den Grundsatz, dass Teilhabe am Leben der Gemeinschaft nicht am Geld scheitern darf.
In diesem Sinn achten wir ebenfalls sehr darauf, dass sich Eltern mit Kindern (Kinderbetreuung)und alte Geschwister oder welche mit Handicaps (Barrierefreiheit) beteiligen können.
... im Blick auf den VEDD:
Der finanzielle Beitrag der Gemeinschaften an den VEDD sollte klar und eindeutig nachvollziehbar sein und in einem offenen, transparenten und solidarischen System erhoben werden.
Diesen Anspruch erfüllt das derzeitige System nicht!
DIE DIAKONISCHE GEMEINSCHAFT UND IHRE GRUNDLAGEN
(Diakonische Weiterentwicklung der Gemeinschaften und des Dachverbandes VEDD)
... im Blick auf unsere Gemeinschaft:
Unsere Perspektive ist, im Jahr 2020 als Netzwerk genau so groß, so vielfältig, so bunt und so finanz"kräftig" zu sein.
Dazu muss der Nutzwert für unsere Mitglieder und Interessierte klar zu erkennen sein und erlebt werden, besonders der für unsere berufstätigen Mitglieder ist zu erhöhen.
Dies geschieht durch das Projekt berufsbiografische Begleitung und im Blick auf die Ausbildungsstätte, das Wichern-Kolleg durch Mitwirkung in der Ausbildung, Begleitung der Studierenden und speziell durch ein Mentoringprojekt.
Herausgefordert ist die Gemeinschaft durch die zunehmende Immobilität älterer und kranker Mitglieder, deren Teilhabe am Leben der Gemeinschaft einen intensiven Besuchsdienst und weitere kreative Ideen nötig machen.
... im Blick auf den VEDD:
Der VEDD als Dachverband muss seine Mitglieder in ihrer Arbeit durch Vernetzung unterstützen. Er muss für verständliche, ausreichende und zeitnahe Information über das kirchen-, diakonie- und berufspolitische Geschehen auf der Bundes- und den landeskirchlichen Ebenen sorgen.
Er muss Teilhabe der Mitgliedsgemeinschaften und ihrer Leitungsorgane an seinen Beratungsprozessen sicherstellen!
Zeitabläufe, wie sie bei dieser Fragebogenaktion vorgegeben wurden, sind kontraproduktiv und verhindern Teilhabe.
DIE DIAKONISCHE GEMEINSCHAFT IM DIAKONAT
Positionen
... im Blick auf unsere Gemeinschaft:
Unsere Mitglieder sind oder waren in unterschiedlichen Funktionen und / oder „Ämtern" im Diakonat tätig.
Wir halten das kirchenpolitische und kirchenrechtliche Festhalten an der Einführung eines „geordneten Amts des Diakonats" neben dem existierenden solitär verstandenen Amt der Verkündigung für falsch und nicht zeitgemäß.
Natürlich wäre ein Amtsverständnis wie in der schwedischen und brasilianischen Kirche, in dem sich PfarrerInnen, KatechetInnen und DiakonInnen ergänzen, schön und würde unserer Vision vom bereits gegen-wärtigen Reich Gottes und unseren weltlichen Vorstellungen von sinnvoller Teamarbeit viel mehr entsprechen als das vorfindliche.
Bis dahin setzen wir auf eine Klärung der Funktionen und der Kompetenzen der DiakonInnen wie sie im Leitbild der EKBO und in der Kompetenzmatrix des VEDD beschrieben sind.
DIE DIAKONISCHE GEMEINSCHAFT ALS LERNENDE GEMEINSCHAFT
(Aus- und Weiterbildung, Verhältnis Gemeinschaft und Bildungsstätte)
... im Blick auf unsere Gemeinschaft:
Wir sind in besonderer Weise den diakonischen Aufgaben des Evangelischen Johannesstifts verbunden. Wir sind mitverantwortlich für die Aus- und Fortbildung von DiakonInnen und anderen kirchlichen Mitarbeitenden. Wir wollen für sie gemeinschaftliches Leben erfahrbar machen.
Wir verstehen unsere ökumenischen Partnerschaften als Möglichkeiten von und miteinander zu lernen.
Mit dem Diakonischen Bildungszentrum des Ev. Johannesstifts sind wir eng verbunden und wirken bei der Ausbildung von DiakonInnen mit.
... im Blick auf den VEDD:
Der VEDD sollte baldmöglichst für eine bundesweite Anerkennung der Ausbil-dungsabschlüsse von DiakonInnen sorgen, mit dem Ziel, dass z. B. in Berlin Ausgebildete unkompliziert ohne Zusatzausbildungen als Diakone und Diakoninnen tätig werden können.
DIE DIAKONISCHE GEMEINSCHAFT UND DIE KIRCHE
(Kirchengemeinde / Landeskirche)
Positionen
... im Blick auf unsere Gemeinschaft:
Über den Kirchenkreis Spandau sind wir in das landeskirchliche Informationsnetz eingebunden.
Im Zusammenwirken aller in der „Ev Kirche Berlin Brandenburg schlesische Oberlausitz" tätigen DiakonInnen haben wir ein „Leitbild für Diakoninnen und Diakone" entwickelt. Die Kirchenleitung hat das beschlossen und mit dem der KirchenmusikerInnen und GemeindepädagogInnen (FS) veröffentlicht (z. B. auf der EKBO-Site).
Wir sind nun gemeinsam mit der „Brüder- und Schwesternschaft Martinshof e. V." herausgefordert, das Leitbild lebendig werden zu lassen, es in Pfarrkonventen zu erläutern, in Stellenbesetzungsprozesse einzubringen usw.
Nur so wird es gelingen, die Diakonin und den Diakon mit ihrer doppelten Qualifikation in Kirche und Diakonie bewusster zu machen, ins Gespräch zu bringen.
... im Blick auf den VEDD:
Ein solcher Prozess als konzertierte Aktion des VEDD in allen Landeskirchen und landeskirchlichen Diakonischen Werken wäre doch sicher den „Schweiß der Edlen" wert.
DIE DIAKONISCHE GEMEINSCHAFT UND DIE EINRICHTUNGEN UND UNTERNEHMEN DER DIAKONIE
Positonen
... im Blick auf unsere Gemeinschaft:
„Die Schwestern- und Brüderschaft des Evangelischen Johannesstifts wurde als Brüderschaft zugleich mit dem Evangelischen Johannesstift 1858 von Johann Hinrich Wichern gegründet. Beide gehören durch ihren Auftrag gemäß der Satzung des Evangelischen Johannesstifts sowie durch ihre geschichtliche Entwicklung zusammen." Ordnung, § 2, Abs. 2.
Die Vorstände der Stiftung und der Gemeinschaft haben gerade die „Vereinbarung" zur Verhältnisbestimmung, zum Verbundensein und zum Zusammenwirken beider Institutionen (Stiftung und Gemeinschaft) aktualisiert.
... im Blick auf den VEDD:
Schwestern- und Brüderschaft des Evangelischen Johannesstifts e. V.
Vom Leitungskonvent in der Sitzung vom 20. - 22.10.2011beschlossen.
