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Mit Volldampf in die Krise. Wo ist der Rückwärtsgang?  

Bei der Recherche zu diesem Thema bin ich ständig auf bestimmte Themen gestoßen:

Wirtschaftliche Engpässe, die als Krise dargestellt wurden, Partnerschaftsprobleme, Völkerrechtliche Auseinandersetzungen mit Waffengewalt ( Nahostkonflikt, Unruhen zwischen Indien und Pakistan, Streit um Grund und Boden in Namibia, Simbabwe und Angola. Konflikte zwischen schwarzen und weißen Südafrikanern etc.). Kein Tag vergeht ohne Nachrichten von den Krisenherden der Welt.

Dazu gesellt sich noch die depressive Stimmung im eigenen Land. Die trotz wirtschaftlichen Aufschwungs nach wie vor hohe Arbeitslosigkeit und die damit verbundene Perspektivlosigkeit der Menschen. Die vermeintlich nicht mehr gesicherten Renten der arbeitenden Bevölkerung. Hier wird eine private Vorsorge gefordert, häufig von Menschen, die mit ihrem Einkommen schon jetzt am Existenzminimum liegen und die kaum Möglichkeiten sehen, von dem verbleibenden Mitteln auch noch finanzielle Vorsorge zu treffen.

Das Gesundheitssystem scheint an der Schwelle zu einer weiteren 2-Klassen-Gesellschaft zu stehen. Viele Leistungen der Medizin können sich Menschen zunehmend nur noch mit privaten Zuzahlungen leisten.

In der Fachliteratur unterscheidet man mehrere Typen von Krisen, die oft unterschiedlich in Anzahl und Namensgebung sind. Sie beziehen sich in der Regel auf Unternehmen und auf komplexe Organisationen, bzw. auf deren Teilbereiche. Um gemeinsam Ansätze für Lösungswege zu finden, halte ich die nachfolgende Benennung von drei Typen für ausreichend, damit wir gemeinsame in der Übertragung Wege der Hoffnung und der Umkehr entdecken können:

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Überlebenskrise

Zu einer Überlebenskrise gehören Ereignisse, welche die Existenz eines Unternehmens oder einer anderen Art von Organisation (Gesellschaft) gefährden. Im Falle eines Unternehmens zählen hierzu Liquiditätsprobleme, Ausfall von unternehmenswichtigen Geschäftsprozessen, Ausfall von wichtigen Kunden sowie andere wirtschaftliche Schwierigkeiten, die zur Insolvenz führen können.

Maßnahmen, die einer Krise von diesem Typ entgegensteuern, beinhalten oft eine wirtschaftliche Beratung oder eine Unternehmenssanierung mit Einschnitten in die Unternehmensstruktur.
Fragen: Sind wir nicht schon mitten in der Krisenbewältigung? Eine Unzahl von Spezialisten setzt sich beraterisch mit der Krise auseinander und die schon vor Zeiten gefällten Prognosen und Szenarien bekommen wir heute zu spüren. Steuerungskrise

Die Steuerungskrise umfasst alle Probleme, die sich auf das Management eines Unternehmens beziehen. Hierzu gehören falsche oder nicht vorhandene Entscheidungen, ein Machtmonopol, ein Machtvakuum und mangelnde Information für die Entscheidungsfindung. Als Gegenmaßnahmen bieten sich meist Instrumente der Reorganisation, Wissensmanagement oder Personalentwicklung an.
Frage: Man übertrage die Steuerungskrise in die Politik. M. E. findet man in der heutigen Gestaltung der politischen Landschaft all die genannten Punkte im übertragenen Sinn wieder. Welche Möglichkeiten des Gegensteuerns können wir entdecken? Veränderungskrise

Veränderungskrisen können sich aus Veränderungen in einer Organisation oder in einem Unternehmen ergeben. Dazu gehören z.B. neue IT-Applikationen, die von den Anwendern nicht akzeptiert werden, oder auch Prozessveränderungen, die von der Belegschaft nicht gelebt werden. Einer Veränderungskrise kann durch proaktives Veränderungsmamagement (Fußballweltmeisterschaft) entgegengewirkt werden.
Frage: Haben nicht die Experten vor der Krise gewarnt? Wir sind mitten in der Veränderung und können sie nicht akzeptieren?

Viele Krisen können auf strategische Fehlentscheidungen oder auf Fehlverhalten in Notfallsituationen zurückgeführt werden. Die Verfügbarkeit von entscheidungskritischen Informationen und die Fähigkeit, negative Ereignisse zeitnah zu bewältigen, sind ein guter Schutz gegen Krisen.
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Strategien zur Krisenvermeidung / -verminderung

* Bildung von strategischen Allianzen, Schaffung von Ausweichmöglichkeiten
* Frühwarnsysteme, Risikomanagement. Schwache Signale von sich entwickelnden Krisen werden frühzeitig erkannt
* Regelmäßige Durchführung von Gesellschaftsbewertungen
* Krisen-/ Notfallmanagement, welches im Ernstfall die Eskalation eines Ereignisses mit Hilfe von vorbereiteten Maßnahmeplänen vermeiden / vermindern soll
* Ausbildung eines Krisenstabs, Durchführung von Übungen bei unterschiedlichen Szenarien
* Etablierung einer Kommunikationsstrategie für Krisenfälle (interne / externe Kommunikation), da Krisen oft eine negative Medienwirkung und ein hohes Öffentlichkeitsinteresse haben.

Beispiele gelungener Krisenbewältigungen: Streitschlichtung im Land der Gegensätze und Konflikte - Dschibuti auf dem Weg aus der Krise

In Dschibuti geht nur jedes dritte Kind in die Schule, die Lebenserwartung liegt bei 51 Jahren. Trotz vieler Defizite ist das Land Musterbild einer uralten, doch hochaktuellen Kunst: des Streitschlichtens.
(Weiterführender Text liegt vor. Hinter verschlossenen Türen - Gewalt gegen Frauen in Indien)

In keinem anderen Land der Welt werden so viele Verbrechen gegen Frauen begangen wie in Indien. Und das, obwohl Indien laut einem UN-Bericht zu den Staaten gehört, die die meisten Gesetze zum Schutz von Frauen haben.
(Weiterführender Text liegt vor. Wege aus der Krise)

Zahlreiche Bücher widmen sich dem Fall Deutschland. Und geben Rezepte für den Aufstieg - mit Zutaten wie Fleiß und Pflichterfüllung.
(Weiterführender Text liegt vor Barter - Ein Weg aus der Krise)

Immer mehr Unternehmen und Privatpersonen wenden sich dem Zahlungssystem „Barter" zu. Der Begriff „Barter" kommt aus dem Amerikanischen und bedeutet Tausch oder Austausch, also die Zahlungsabwicklung ohne Geld.
(Weiterführender Text liegt vor)

Über Assoziationen können wir uns unserer eigenen Lebenswelt nähern und nach Beispielen gelungener Krisenbewältigungen Ausschau halten.

Aus meinem diakonischen Umfeld fallen mir etliche Lösungsansätze im kleineren Rahmen ein. Durch das Engagement der Schwestern und Brüder (u.a. bei Erlaßjahr.de, Brasilien, Polen etc.) wird es an Ideen und Gedanken aus meiner Sicht nicht mangeln.

Insofern sind meine vorstehenden Gedanken als input zu verstehen, der in (Klein-)gruppen zu vertiefen wäre.

Manfred Liedmann RE, 12. Feb. 2007

 

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