Geschichtliche Wegmarken

1858 gründete Johann Hinrich Wichern (1808–1881) das Evangelische Johannesstift mit seinem Brüderhaus zur Ausbildung von Diakonen.
1882 wurde die Brüderschaft des Ev. Johannesstifts eigenständig neben der Brüderschaft des Rauhen Hauses in Hamburg, das Wichern 1833 gegründet hatte.

Gemeinschaft in Ost und West
Unter den politischen Gegebenheiten des geteilten Deutschlands gründete das Johannesstift 1952 eine zweite Ausbildungsstätte für den Ostbereich. In der Adolf-Stoecker-Stiftung, heute Stephanus-Stiftung, in Berlin-Weißensee, entstand der „Kirchlich-Diakonische Lehrgang“ (KDL) mit einem eigenen Brüderhaus.
Seit 1961 existierte die Brüderschaft des Evangelischen Johannesstifts in zwei Bereichen. 1972 entschied sie sich für die Eigenständigkeit beider Teile. Es entstand die  Brüderschaft der Stephanus-Stiftung.
Seit 1993 bilden die Mitglieder der Schwestern- und Brüderschaft des Evangelischen Johannesstifts und die Mitglieder der Brüderschaft der Stephanus-Stiftung wieder eine Gemeinschaft.

Von einer Brüderschaft zur Schwestern-und Brüderschaft
1973 trat die erste Frau, eine Krankenschwester aus dem Ev. Johannesstift in die Brüderschaft des Ev. Johannesstifts ein, seit 1974 wurden die ersten Frauen zu Diakoninnen ausgebildet.
Die Brüderschaft der Stephanus-Stiftung entschied sich im Mai 1986, die Ausbildung im KDL und die Brüderschaft für die Aufnahme von Frauen zu öffnen. Im September 1987 begann die Ausbildung junger Frauen.
1992 erfolgte im Evangelischen Johannesstift die Umbenennung in Schwestern- und Brüderschaft.