Für den Himmelfahrtstag 2026 waren in Berlin Sturm und Regen angekündigt. Diese Aussichten ließen bei einigen verantwortlichen Personen inklusive der Ältesten das Szenario eines im Matsch versinkenden Picknicks auf dem Lindenplatz entstehen. Und was war? Pünktlich zu Beginn des Eröffnungsgottesdienstes war die Sonne da!
Viel hatte sich die Vorbereitungsgruppe bestehend aus Menschen der Schwestern- und Brüderschaft und Geschwistern der brasilianischen Partnergemeinschaft COD für den Gottesdienst vorgenommen. In seiner Gestaltung und im Inhalt wurde das diesjährige Thema „Wir und die Welt.-Glaube. Gemeinschaft. Haltung.“ mehrsprachig und multiinstrumental aufgegriffen. Kammermusikalische Elemente, lateinamerikanische Rhythmen und ein Bläserensemble erklangen. Es wurde verstorbener Geschwister gedacht und Lars Madel in den Ältestendienst eingeführt.

Am Freitagmorgen lud Prof. Bertram Schirr zu einer interaktiven Bibelarbeit angelehnt an die „Playing Arts Methode“ ein. In Arbeits- oder Gesprächsgruppen wurde zum Bibeltext aus Markus 10, 35-45 gearbeitet.


Nachmittags dann standen neun Workshop-Angebote standen zur Wahl. Wiederkehrendes Thema: Haltung. Haltung in Beziehung zu Schuldengerechtigkeit und Demokratie, Haltung in Bezug auf Körper, Geist und Seele, Haltung zu „Friedensfähigkeit statt Kriegstüchtigkeit“ und „Diakonischem Wirken – ohne Diakonie auf dem Türschild“. Ergänzt wurde dieser Strauß durch einen Aktivspaziergang mit Müllsammeln im Johannesstift, eine Arbeitsgruppe für Interessierte an der Partnerschaft mit Brasilien und nicht zuletzt den Kreativ-Workshop „Für-hoffend einander begleiten“. Die wunderschönen Kirchenfenster zur Jahreslosung 2026 die in diesem Rahmen entstanden sind, schmücken auch weiterhin die Stiftskirche.
Der Samstag stand ganz im Zeichen der Gesamtversammlung bei der in diesem Jahr mit Blick auf den Haushaltsplan 2026 das Thema Finanzen intensiver als in den Vorjahren besprochen wurde. Darüber hinaus stand mit der Aussprache zum Namensprozess und einem Antrag des Leitungskonvents zur Weiterarbeit ein gewichtiges Thema im Raum, zu dem diskutiert und beschlossen wurde. Das Ergebnis dieser Beratungen ist eine Namenswahl auf dem Gesamtkonvent 2027. Durch den von einem der Regionalkonvente eingebrachten Antrag auf Unvereinbarkeit der Mitgliedschaft in der Schwestern- und Brüderschaft und der AFD bekam dieser Gesamtkonvent einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt. Seinen musikalischen Abschluss fand der Tag in der illuminierten Stiftskirche
Rund um das Programm des Schwestern- und Brüdertages lud das Haus der Schwestern und Brüder wieder zum geselligen Beisammensein ein und für die „Kleinen“ zwischen 2 und 13 Jahren konnte auch in diesem Jahr wieder der Schwestern- und Brüdertag für Kinder angeboten werden. Ein großes Danke an alle Helfer*innen im Haus und bei der Kinderbetreuung!


Mit dem Abschlussgottesdienst am Sonntag, der Ehrung unserer Jubilarinnen und Jubilare der Aufnahme von vier neuen Geschwistern und dem anschließenden Reisesegen im lichten Sonnenschein vor der Stiftskirche endete der Schwestern- und Brüdertag 2026. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr, dann leicht verkürzt vom 28.- 30 Mai 2027.
Lars Madel
Ältester
